Bericht 3. Lauf Berndorf, 2.7.2017

Die SLM ruht für einige Wochen, bevor es im August dann mit den Bergslaloms losgeht durften die Fahrer beim traditionellen Cup-Slalom in Berndorf noch einmal alles aus ihren Boliden herausholen. In Kontrast zum Kaiserwetter im Vorjahr machte der Sommer dieses Jahr eine Pause und es gab untypische kalte Temperaturen und einiges an Regen. Zumindest die Reifenwahl war somit für den Großteil der 88 Starter recht einfach.

Die Siegesserie in Klasse I setzte Peter Zlöbl auf VW Polo 16V fort und unterstrich damit seine Ambitionen auf den Gesamtklassensieg. Er distanzierte das restliche Feld um über zwei Sekunden, Michael Aigner stellte seinen VW Polo 16V auf Rang zwei, Alois Luginger vom MSC Schlößl führte auf Rang drei ein Dreierpaket Suzuki Swift GTis an.

Mit 22 Startern war abermals die Klasse II die Bestbesuchte - die Stockerlplätze machten Fahrer auf Citroën Saxo und Honda Civic untereinander aus. Sehr schnell auf Touren kam der Saxo-Pilot Christoph Furtner vom MSC Schlößl, seine Gesamtzeit konnte in der Klasse niemand unterbieten. Zurück aufs Treppchen fuhr sich Walter Wimmer vom MIC Uttendorf mit Platz zwei, er brachte seinen Honda Civic VTi gut eine dreiviertel Sekunde vor dem drittplatzierten Civic-Piloten Helmut Strasser vom MSC Lochen ins Ziel.

Berndorf ist ein guter Boden für die Lotus Elise von Engelbert Salomon vom IMSC Ried, er fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen. Stefan Riepler vom MSC Gastein durfte sich nach sehr starker Leistung mit Platz zwei über seinen ersten Stockerlplatz in der SLM freuen. Der dritte Platz ging an Erwin Plattner vom MSC Lochen.

Mit über zwei Sekunden Vorsprung konnte Reinhard Walkner vom HC Motorsport in Klasse IVa den zweiten Sieg in Folge nach seinem Heimrennen in Siggerwiesen verbuchen. Hinter dem Honda-Piloten kämpften zwei Teamkollegen vom Drift Team Pongau um die verbliebenen Stockerlplätze. Herbert Perwein nutzte die Klasse als Training für seinen Auftritt im VW Käfer am Nachmittag, er konnte Harry Zwerschina um gut eine halbe Sekunde auf den dritten Platz verdrängen. Wenn nichts schief geht wird Harry ab dem nächsten Rennen seinen M3 wieder an den Start bringen, dann werden die Karten in der Klasse IVa neu gemischt.

4 Starter stellten sich der nassen Strecke in Klasse IVb, dank präziser Fahrweise schrieb Franz Linortner vom Drift Team Pongau mit seinem BMW M135i die Tagesbestzeit der Division I und den Klassensieg an. Ebenfalls gut funktioniert hat der Seat Leon mit Adolf Heisig vom MSC Laufen am Steuer, er verwies Helmut Thalmayr vom MSC Schlößl auf den dritten Platz.

Nach der Mittagspause begann die Strecke abzutrocknen, ab Klasse V waren die Fahrer durchwegs auf Slicks unterwegs. Die Klasse V endete in Berndorf wie im Lauf zuvor, Hans Thalmayr auf Puch TR II über zwei Sekunden vor Gerald Strasser auf VW Corrado Hayabusa (beide MSC Schlößl), nochmal den selben Rückstand (auf die Hunderstelsekunde!) hatte der drittplatzierte Christoph Bauer vom MSC Röhrnbach.

Fahrzeugbeherrschung pur bekamen die Zuschauer in Klasse VI zu sehen, Norbert Strasser jun. vom MSC Schlössl nützte erst die letzten beiden Wertungsläufe um mit seinem Toyota Corolla AE86 eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Norbert Strasser sen. herauszufahren. Dahinter stellte Markus Bertl mit knappen 12 Hundertstelsekunden Rückstand seinen Honda CRX VTEC auf Rang drei.

Lautstark und mit viel Grip startete Franz Probst seinen Turbo-aufgeladenen VW Golf Rallye in die 5 Läufe in Berndorf. Ein überlegener Sieg in der Klasse VII und die Tagesbestzeit für den Fahrer vom MSC Lochen zeigten, dass das für 2017 neu aufgebaute Auto mittlerweile sehr gut funktioniert. Die weiteren Pokale der Klasse nahmen Fahrer vom MSC Schönau am Königssee mit, Christian Irlinger auf dem zweiten Platz und Stefan Senoner auf dem dritten Platz spürten die technische Überlegenheit des Rallye Golfs in ihren Opel C-Kadetten sehr deutlich.

Stefan Hetzenauer lieferte in Berndorf seinen zweiten Sieg in Folge in Klasse VIII ab, mit Alexander Bauchinger vom MSC Schwarzach durften wir ein neues Gesicht auf dem Siegespodest der Klasse begrüßen. Sein zweiter Platz war der Lohn für mehrjährige Entwicklungsarbeit an seinem Audi 80 Quattro. Teamkollegen teilen brüderlich, so wie es Georg Winter sen. und Herbert Perwein vom Drift Team Pongau in Berndorf mit dem dritten Platz ex aequo gemacht haben.

Spannend wurde es gegen Ende des Renntages noch durch die Klasse IX. 11 Hundertstelsekunden trennten zum Schluss den siegreichen BMW-Piloten Walter Bliem (Drift Team Pongau) vom Zweitplatzierten Käfer-Treiber Siegfried Häusler. Platz drei ging durch Stefan Huetz vom ARBÖ Fieberbrunn nach Tirol.

Fest in der Hand des HC Motorsport war die Damenklasse in Berndorf. Die amtierende Landesmeisterin Melanie Strasser (Honda CRX VTEC) holte sich die meisten Punkte vor Ulla Petermichl (Honda Prelude) und ihrer Schwester und Doppelstarterin Katharina Strasser.

Zum ersten Mal in dieser Saison war auch die Historische Klasse ausgeschrieben, leider hat die schlechte Wetterprognose einige Teilnehmer abgeschreckt. 5 Starter ließen ihre historischen Rennfahrzeuge ordentlich fliegen, das Rennen endete in einem spannenden und knappen Dreikampf der Ford-Piloten vom MSC Flachgau und MSC Lochen. Erst im letzten Lauf schob sich der Initiator der Klasse, Fritz Kreiseder, mit seinem Ford Escort Mk1 an der Konkurrenz vorbei auf Platz 1. Kurt Niederreiter, unterwegs auf Ford Escort RS2000, musste ihn um 12 Hunderstelsekunden ziehen lassen, konnte aber seinerseits den Vereinskollegen Christian Eberherr auf Ford Capri RS2600 um 33 Hundertstelsekunden distanzieren.

Fotos gibts in der Galerie, das Drift Team Pongau hat gefilmt:
Herbert Perwein (Klasse IVa), Harry Zwerschina (Klasse IVa), Franz Linortner (Klasse IVb)