Bericht 5. Lauf Schlössl, 3.9.2017

Die Wetterbedingungen beim Bergslalom in Schlößl folgen seit einigen Jahren dem selben Muster - ein Jahr strahlend schön, ein Jahr nass. 2017 forderte die nasse Strecke einen gefühlvollen Einsatz des Gasfußes, zumindest bis es am frühen Nachmittag langsam begann, abzutrocknen. An den Teilnehmerrekord vom Vorjahr kam man nicht heran, es wollten sich 113 begeisterte Motorsportler den Ritt Richtung Kaiserbuche aber nicht entgehen lassen. Bis auf zwei kleinere Blechschäden verlief der Renntag reibungslos, die Veranstalter vom MSC Schlößl lieferten abermals ein bestens organisiertes Rennen ab.

Die Spannung unter den Fahrern der Klasse I war vor dem Rennen groß, schließlich gab sich der amtierende Landesmeister Markus Zechmeister zum ersten Mal in dieser Saison die Ehre. Ein scharfes Duell mit dem Seriensieger 2017 Peter Zlöbl wurde erwartet, der konnte sich mit 1,3 Sekunden Vorsprung aber deutlich durchsetzen. Nach dem Zweitplatzierten Zechmeister durfte sich IMSC-Clubkollege Mario Preishuber den Pokal für den dritten Platz abholen.

Ungebrochen stark besetzt war die Klasse II mit 21 Startern, Florian Njivar gelang auf der Heimstrecke der erste Sieg in der Saison 2017. Gewohnt knapp ging es her zwischen ihm und seinem Clubkollegen Christoph Furtner, 21 Hundertstelsekunden trennten die beiden Citroën-Piloten auf den Rängen eins und zwei. Die Verfolgergruppe hatte dann schon fast zwei Sekunden Rückstand, Walter Wimmer durfte als Schnellster der Verfolger den dritten Platz für sich verbuchen.

Ein Zweikampf unter Club- und Markenkollegen war auch in Klasse III zu erwarten, auch hier durfte sich Josef Schober vom MSC Lochen als der schnellere Golf-Pilot über seinen ersten Saisonsieg freuen. Gute Punkte nahm noch Erwin Plattner auf Rang zwei mit, Ford-Pilot Christoph Fröhlich vom MSC Gastein komplettiert das Siegertrio.

Nur 4 Starter nannten für die Klasse IVa, in der Harry Zwerschina eindrucksvoll bewies, wie schnell man bei gefühlvoller Fahrt mit einem drehmomentstarken Hecktriebler den Schlössler Bergslalom bei nasser Strecke bewältigen kann. Der BMW-Pilot gewann das zweite Rennen in Folge, diesmal mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf Honda-Fahrer Reinhard Walkner vom HC-Motorsport. Rang drei ging an die Honda-Doppelstarterin Ursula Petermichl, ebenfalls vom HC-Motorsport.

Für die schnellsten Laufzeiten der Division I sorgte erwartungsgemäß die Klasse IVb am noch nassen Vormittag in Schlößl. Reini Sampl bestätigte seinen Klassensieg von Obertrum, mit über 5 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger fuhr er mit seinem Audi TTRS einem ungefährdeten Sieg entgegen. Dahinter setzte sich Franz Linortner vom Drift Team Pongau relativ knapp gegen den Lokalmatador Helmut Thalmayr vom MSC Schlößl durch.

Den Sieg in der Klasse V machten Hans Thalmayr und Gerald Strasser unter sich aus. Christoph Bauer vom MSC Röhrnbach führte eine Gruppe VW Polo an, hatte auf dem dritten Platz aber schon über zweieinhalb Sekunden Rückstand. Die schnellsten Zeiten der Klasse fuhr Hans Thalmayr mit seinem Puch TR II, er verwies VW Corrado-Pilot Gerald Strasser auf den zweiten Platz.

Vergleichsweise eng ließen es die Fahrer in der Klasse VI zugehen, die ersten 5 trennten etwas mehr als eine Sekunde. Norbert Strasser jun. brachte seinen Toyota Corolla AE86 am flottesten ins Ziel, Honda CRX-Pilot Markus Bertl brauchte nur 43 Hunderstelsekunden mehr. Michael Strasser sorgte mit seinem Toyota Corolla AE86 für einen Dreifachsieg des MSC Schlößl.

Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld nannte für die Klasse VII, da war es keine Überraschung, dass der Sieger auch die Tagesbestzeit anschrieb. Franz Probst vom MSC Lochen war mit seinem Turbo-geladenen VW Golf Rallye sogar so schnell, dass er den einzigen Hutfehler (der betroffene Lauf wäre der absolut schnellste gewesen) der gesamten Rennveranstaltung verzeichnen musste. Ihm folgte Thomas Strasser jun. vom HC Motorsport, der bei den Streckenbedingungen mit dem frontgetriebenen VW Scirocco einen deutlichen Traktionsnachteil auf seiner Seite hatte. Rang drei holte sich Nicolas Reiter vom MSC Flachgau, der nach einem Motorschaden bei seinem Ford Escort am Anfang der Saison erstmalig wieder am Start war.

Es pfiffen die Turbos und es heulten die Kompressoren in Klasse VIII, vorwiegend war auch Allradantrieb nötig, um die Motorleistungen adäquat auf die noch teilweise feuchte Strecke zu bringen. Thomas Flatscher vom MSC Gasteig darf uns hier als Paradebeispiel dienen, er kam mit seinem Mitsubishi Evo VI RS sehr nahe an die Tagesbestzeit heran und feierte seinen ersten Klassensieg in der SLM. Herbert Perwein hat den problematischen Kompressormotor in seinem VW Käfer wieder gegen einen Saugmotor getauscht, er konnte mit der deutlich besser fahrbaren Maschine den beachtlichen zweiten Platz erreichen. Stefan Hetzenauer gab seinem Subaru Impreza STi auch ordentlich die Sporen, seine Zeiten reichten für Rang drei.

Beim letzten Rennen musste sich Reinhard Rettenbacher in der Klasse IX noch mit Rang zwei zufrieden geben, in Schlössl durfte er einen vollen Erfolg verbuchen. Gut eineinhalb Sekunden länger benötigte Gerold Neumayr vom MSC Schlößl mit seinem Ford Escort Cosworth, Clubkollege Helmut Thalmayr landete mit seinem Porsche 996 Turbo wie schon in Klasse IVb auf dem dritten Platz.

Die drei Preisträgerinnen der Damenklasse waren nur durch einen Punkt getrennt, es siegte Landesmeisterin Melanie Strasser vom HC-Motorsport vor Lisa Holzer vom MSC Gastein und Ursula Petermichl, ebenfalls vom HC-Motorsport.

Zwei Zuschauervideos bringen uns generelle Eindrücke vom Rennen und zeigen uns die Fahrkünste im Wald, Fotos gibt es in der Galerie.