Bericht 2. Lauf in Geretsberg, 7.6.2015

Man mag Zuschauer am Renntag sagen gehört haben: "Ge fad, do steht jo koa Kukuruz" - dafür bescherte der auf Anfang Juni vorverlegte Termin den Veranstaltern vom HC Motorsport ein Rennwochenende unter großteils strahlendem Sonnenschein. Im Nachhinein können sich die Zuschauer auch nicht über Langeweile beschweren, gab es doch in vielen Klassen Duelle um wenige Hunderstelsekunden, die die 114 Starter aus Salzburg, Oberösterreich, Tirol, der Steiermark, Kärnten und Bayern dem Publikum boten. Der eine oder andere Ausrutscher war auch heuer zu sehen, glücklicherweise hat niemand nennenswerte Verletzungen davongetragen.

Nach dem leeren Tableau der Klasse I in Mühlbach gingen in Geretsberg fünf Fahrer an den Start. Über fünf Jahre dauerte die Suzuki-Herrschaft (der letzte Nicht-Suzuki Sieg datiert vom 13.9.2009) in Klasse I, Peter Zlöbl konnte diese Siegesserie mit seinem VW Polo durchbrechen. Der von Stefan Thalmayr pilotierte Suzuki Swift landete nur zwei Hundertstelsekunden dahinter auf Rang zwei. Für zahlenmäßige Überlegenheit auf dem Podest sorgte Mario Preishuber, der seinen Suzuki Swift am drittschnellsten ins Ziel brachte.

Ganze 16 Starter lockte die Klasse II an, das Ergebnis spricht dafür, dass Geretsberg ein guter Boden für die Citroen Saxos ist. Es ging ebenso knapp her, drei Hunderstelsekunden trennten am Ende den Sieger Florian Njivar vom zweitplatzierten Herbert Perwein. Für den Saxo-Dreifacherfolg sorgte Christof Furtner auf Platz drei.

Keinen Hunderstelkrimi bot Klasse III, Engelbert Salomon auf Lotus Elise fand den schnellsten Weg ins Ziel, es folgten mit einigen Zehntelsekunden Abstand die Honda Integra Piloten Andreas Maletzky und Sigi Panzl auf den Plätzen zwei und drei.

Die Klasse IVa bleibt auch im zweiten Rennen fest in Pongauer Hand, wenn auch mit geänderten Rollen. Harry Zwerschina vom Drift Team Pongau nutzte den Leistungsvorteil seines BMW M3 um über eine Sekunde Vorsprung auf Christian Forster (Ford Fiesta ST) vom MSC Mühlbach herauszuholen. Nach weiteren zwei Sekunden folgt Mühlbach-Teamkollege Nino Dellago, ebenfalls in einem Ford Fiesta ST.

Porsche-Festspiele wurden den Zuschauern in Klasse IVb geboten, Stefan Ertl auf 911 GT2 musste dem SLM-Urgestein Helmut Thalmayr auf 911 Turbo die oberste Stufe am Treppchen überlassen, Rang drei ging an Norbert Thaler auf BMW M3.

Wie der sichere Sieger sah Gerhard Taxacher in Klasse V aus - bis Doppelstarter Martin Dall seine Wertungsläufe beendet hatte. Mit 17 Hunderstelsekunden Vorsprung verwies er Gerhard Taxacher auf Rang zwei, Franz Dall brachte den Mazda RX-7 vor einer starken Konkurrenz noch als dritter ins Ziel.

Die nächste richtig knappe Entscheidung brachte Klasse VI, wo Michael Strasser mit 4 Hunderstelsekunden Vorsprung auf Bruder Norbert Strasser jun. seinen Auftaktsieg wiederholen konnte. Das restliche Feld folgt dann schon mit Respektabstand, für Norbert Strasser sen. reichte es nach einem Ausrutscher noch zu Platz drei.

Ein hochkarätiges Starterfeld konnte in Klasse VII bestaunt werden, hier wurden auch die schnellsten Zeiten des Tages gefahren. Die internationale Erfahrung merkt man dem Siegertrio an, am schnellsten absolvierte Christopher Neumayr in seinem Ford Escort NPM die 9 Kurven in Geretsberg. Trotz Abflug im zweiten Wertungslauf reichte es für Rennleiter Thomas Strasser jun. zum zweiten Platz, obwohl sein VW Scirocco STW im letzten Wertungslauf nicht mehr mit allen aerodynamischen Hilfsmitteln ausgestattet war. Rang drei geht an Nicolas Reiter auf einem vergleichsweise zu den vor ihm Klassierten technisch unterlegenen Ford Escort.

Richtig spannend und knapp wurde es noch in Klasse VIII, einzig Sieger Reinhard Rettenbacher auf Subaru Impreza konnte sich mit 8 Zehntelsekunden etwas absetzen. Dieter Lapusch, Willi Oberauer und Robert Pernetstätter lieferten sich einen packenden Kampf um die Podiumsplätze, im Endergebnis lagen nur 7 Hunderstelsekunden zwischen dem Zweiten und dem Vierten. Der undankbare vierte Platz ging dabei an Willi Oberauer auf Porsche 944 Turbo, der sich zwei Hunderstel hinter Robert Pernetstätter (Mazda 323 GTR) und eben 7 Hunderstel hinter Dieter Lapusch (Mitsubishi Evo 9) einreihte.

Abschließend nannten noch 4 Fahrer für Klasse IX, hier war gegen den Ford Escort Cosworth von Alfons Nothdurfter kein Kraut gewachsen. Er siegt gut zwei Sekunden vor Gregor Nowak im Steyr Puch 500 RS, der mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen hatte. Andreas Brandl brachte nach längerer Bauzeit seine Lotus Elise (mit toll klingendem Audi-V8) an den Start, mehr als Platz drei war für ihn aber (noch) nicht möglich.

5 Starterinnen machten unter sich die Damenwertung aus, die meisten Punkte holte Katrin Thalmayr vor den Strasser-Schwestern Melanie und Katharina, alle 3 auf Honda CRX VTEC.

Inoffizielle Videos sind hier zu finden:
Geretsberg Teil 1, Teil 2, Teil 3, Oberer Zuschauerbereich.