Saisonrückblick 2015

Das letzte Rennen der Saison 2015 ist beendet, es ist Zeit, Bilanz zu ziehen.
Mit 9 Veranstaltungen bot dieses Jahr so viele, wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Speziell der September verwöhnte uns mit drei aufeinander folgenden Rennsonntagen, darunter die neu ins Leben gerufene Veranstaltung des MSC Lochen in Anthering. Es wurde dort ein hervorragendes Rennen abgeliefert, welches bestens organisiert war und dem dann auch das Wetterglück hold war, weiter so! Das eine oder andere mal mischte sich das Wetter auch in die Wertung ein, so mancher Doppelstarter konnte von trockenerer Strecke profitieren oder wurde von einem Regenschauer weggespült. Es gab aber doch genug spannende Entscheidungen in den einzelnen Klassen, abschließend durfte auch noch in der Gesamtwertung beim einen oder anderen Fahrer gezittert werden, ob sich die bessere Platzierung noch ausgeht.

Weniger knapp war die Entscheidung um den Landesmeistertitel in der Division I, hier gelang Engelbert Salomon vom IMSC Ried die Titelverteidigung. In Klasse III war bis auf in Schlössl (trockenere Strecke für Doppelstarter) und in Wildenau gegen seine Lotus Elise 111S kein Kraut gewachsen. Wäre das Heimrennen in die Hose gegangen, hätte ihn aber noch Vizelandesmeister Harry Zwerschina vom Drift Team Pongau abfangen können. In seiner Klasse IVa ging es oft knapp her, mit perfekter Fahrzeugbeherrschung und gekonnten Drifteinlagen konnte er seinen BMW M3 (E36) sechsmal zum Klassensieg führen. Sechs Einzelsiege in seiner Klasse IVb holte sich auch der dritte der Landesmeisterschaft, Helmut Thalmayr vom MSC Schlössl. Er hatte mit seinem Porsche 911 Turbo (996) über die Saison hin wechselnde Konkurrenz, zur Freude der Zuschauer. Hier war von Audi TT über Ferrari 360 Modena, Ford Focus RS, Opel Speedster Turbo, den Rallye-Größen Mitsubishi Evo und Subaru Impreza bis hin zu einigen Porsches viel Lautes und Schnelles vertreten. Buchstäblich früh aufstehen musste der Viertplatzierte in der Gesamtwertung der Division I Peter Zlöbl - er konnte die schon mehrere Jahre andauernde Herrschaft der Suzuki Swift - Piloten in Klasse I beenden. Vier Siege gelangen ihm auf seinem VW Polo (6N), oftmals fanden sich aber nur vier Starter oder weniger in seiner Klasse am Beginn der Renntage. Über mangelnde Konkurrenz konnten sich die beiden Nächsten in der Gesamtwertung nicht beschweren, die Klasse II war mit bis zu 15 Startern immer gut besucht. 9 Hunderstelpunkte entschieden schlussendlich, die Florian Njivar (MSC Schlössl) auf Citroën Saxo VTS vor Walter Wimmer (MIC Uttendorf) auf Honda Civic VTI lag. Beide konnten jeweils zwei Läufe für sich entscheiden, dass die Klasse sehr umkämpft war zeigt die Tatsache, dass noch drei weitere Fahrer Einzelsiege holen konnten. Preisgeld gibt es auch noch für die Plätze 7 und 8, belegt wurden diese von den "Fiesta ST Turbo Twins" vom MSC Mühlbach, Nino Dellago und Christian Forster. Beide haben in ihrer Klasse IVa hervorragende Leistungen gezeigt, zwei Siege für Nino und ein Sieg für Christian waren der Lohn. Oftmals lagen sie aber nur wenige Hunderstelsekunden beieinander, in Schönau mussten sie sich den zweiten Platz sogar ganz teilen.

Spannend bis zum Ende verlief die Entscheidung zum Landesmeistertitel in der Division II, die am letzten Renntag im Bruderduell Norbert (jun.) Strasser gegen Michael Strasser gipfelte. Mit dem Sieg beim Abschluss in Wildenau fixierte Norbert nach 2005 und 2011 seinen dritten Landesmeistertitel. Sowohl Norbert als auch Michael (beide MSC Schlössl) begeisterten die Zuschauer über die ganze Saison hinweg mit perfekter Beherrschung ihrer Toyota Corolla (AE86) und tollen Drifteinlagen, bei 5 Siegen für Norbert und 4 Siegen für Michael blieb für die Konkurrenz in Klasse VI nichts mehr übrig. Ebenso spektakulär wie präzise steuerte Nicolas Reiter vom MSC Flachgau seinen Ford Escort Mk1 in Klasse VII trotz äußerst starker Konkurrenz zu 4 Saisonsiegen, mehr als Rang drei in der Gesamtwertung war heuer für den Landesmeister von 2013 nicht drin. Der undankbare vierte Gesamtrang ging an Gerhard Taxacher vom (neugegründeten) MSC Gasteig. Fünf Einzelsiege standen bei dem VW Polo - Piloten in seiner Klasse V zu Buche, darunter Obertrum, Schlössl und Anthering, woraufhin er auch schon "König des Haunsbergs" genannt wurde. Ein Nachlassen in Klasse V wird er sich nächstes Jahr nicht leisten können, die Konkurrenz war auch in diesem Jahr groß, was zu engen Abständen der Fahrer und spannenden Rennen führte. Das größte Starterfeld der Division II bot die Klasse VIII, der Klassensieger Reinhard Rettenbacher (Subaru Impreza WRX STI) sicherte sich mit zwei Saisonsiegen die Prämie für den Gesamtrang 5. Ein Saisonsieg in Klasse VII und konstante Leistungen brachten Helmut Kahl von der SFG Trostberg den sechsten Gesamtrang, sein überholter und neu aufgebauter Renault Clio Williams bestand die erste Saison bravourös. Tolle Starts und viel Grip konnten die Zuschauer bei den Läufen des sonnengelben Mitsubishi Evo 9 von Dieter Lapusch in Klasse VIII bewundern, der zweite Platz in der Klassenwertung bedeutet für ihn Gesamtrang 7. Gegen seinen Nachwuchs gab es in Klasse VI nichts zu holen, Platz drei in der Klassenwertung und Platz 8 in der Gesamtwertung war Norbert Strasser sen. aber nicht zu nehmen.

Äußerst erfreulich konnten wir in dieser Saison den regen Zuschauerzuspruch zur Kenntnis nehmen, es gab Veranstaltungen mit über 1000 Motorsportfreunden entlang der Strecke. So mancher Bergslalom braucht sich durch die professionelle Arbeit unserer SLM-Clubs nicht vor den großen internationalen Bergrennen zu verstecken.
In diesem Sinne weiter so, wir wünschen allen Fahrern und Funktionären eine geruhsame Winterpause und einen guten Start in die Saison 2016!