Bericht Saisonauftakt Siggerwiesen, 16.5.2016

Mit geflegtem Aprilwetter hieß uns am Pfingstmontag die Saison 2016 der Salzburger Landesmeisterschaft im Autoslalom Willkommen. Das Team vom HC Motorsport rund um Obmann Thomas Strasser sen. und Rennleiter Christof Nobis organisierte ein neues Rennen auf der Zufahrtsstraße der Firma Schenker in Bergheim-Siggerwiesen. 108 Starter aus Salzburg, Oberösterreich, Tirol, Kärnten und Bayern lockte die neue Strecke an, ein langsamer technischer Teil und ein schnelles Vollgasstück verlangte den Piloten alles an Fahrkönnen ab. Dazu sorgte das unbeständige Wetter für unterschiedliche Gripverhältnisse auf dem sehr griffigen Asphalt. Den über 300 Zuschauern wurden spannende Rennen geboten, sogar einen Doppelsieg gab es zu sehen.

Der Saisonauftakt 2015 ging ja noch komplett ohne Starter in der Klasse I über die Bühne, dieses Jahr machten 9 Fahrer den Klassensieg unter sich aus. Dabei führte kein Weg an Markus Zechmeister vom IMSC Ried vorbei, er blieb fast eineinhalb Sekunden vor seinem Doppelstarter Engelbert Salomon (beide auf Suzuki Swift GTi). Den beiden folgte mit ähnlichem Abstand Klassensieger 2015 Peter Zlöbl auf VW Polo.

Am beliebtesten war die Klasse II, mehr als die 21 Starter gab es an dem Tag in keiner anderen Klasse. Die beiden Clubkollegen Florian Njivar und Christoph Furtner vom MSC Schlössl machten es spannend bis zum letzten Lauf - um sich dann zeitgleich den Sieg zu teilen. Hinter den beiden Citroen Saxo Piloten hielt Helmut Strasser vom MSC Lochen auf Rang drei die Honda Civic-Flagge hoch.

Zwei technische Ausfälle dezimierten das Feld in Klasse III, von den verbliebenen Startern konnte niemand die Zeiten von Lokalmatador Andreas Maletzky auf Honda Integra übertreffen. Mit 31 Hunderstelsekunden Rückstand holte sich Erwin Plattner vom MSC Lochen Rang zwei vor seinem Teamkollegen Josef Schober, beide auf VW Golf GTI.

An den letztjährigen Fiesta-ST-Zwillingen Christian Forster und Nino Dellago vom MSC Mühlbach führte in Siggerwiesen in Klasse IVa kein Weg vorbei, die beiden starteten gemeinsam auf einem Renault Clio RS Trophy. Der schnellere war diesmal Christian Forster, der seinen Clubkollegen um gut zweieinhalb Sekunden distanzieren konnte. Trotz unfertigem Rennauto wollte es sich MSC Schönau-Obmann Gregor Nowak nicht nehmen lassen in Siggerwiesen um die Pylonen zu wedeln, er brachte seinen Toyota Auris D-ID an den Start und konnte den dritten Platz einfahren.

Es röchelten die Turbos und es scharrten meist alle vier Räder in Klasse IVb, am schnellsten durch den Kurs machte das Christian Steinwender auf Mazda 323 GT-R. Die Plätze zwei und drei holten sich Ford-Piloten, Thorsten Suttrop auf einem brandneuen allradgetriebenen Focus RS lag die Strecke etwas mehr als Dieter Lapusch auf einem frontgetriebenen Focus RS.

Wie zwei vom anderen Stern fuhren Hans Thalmayr vom MSC Schlössl und Gerhard Taxacher vom MSC Gasteig um den Sieg in Klasse V, sie konnten den Rest des Feldes um fast 6 Sekunden distanzieren. Zunächst sah es nach Problemen mit dem Zündunterbrecher des sequentiellen Getriebes nicht danach aus, als würde Puch-Pilot Thalmayr überhaupt zwei komplette Läufe in die Wertung bringen. Das Problem konnte aber behoben werden, der schnellste und der drittschnellste Lauf bedeuteten am Ende Rang eins. Gerhard Taxacher führte mit Rang zwei eine breite VW Polo-Front an, Christian Glantschnig hatte auf Rang drei schon einen gehörigen Respektabstand.

Ein Motorschaden vom amtierenden Landesmeister Norbert Strasser jun. verhinderte ein komplettes Strasser-Toyota Podest, es wäre um den Sieg äußerst knapp geworden. So holte sich auf wieder abtrocknender Strecke Michael Strasser den Sieg vor seinem Vater Norbert Strasser senior. Walter Steiner vom MRC Absam zeigte mit Platz drei auf seinem Citroen Saxo, dass erfahrene Slalomfahrer aus Tirol auch in Salzburg sehr gute Ergebnisse einfahren können.

Tagesbestzeit und Höchstgeschwindigkeit auf der Geraden bekamen die Zuschauer bei fast trockener Strecke in der Klasse VII zu sehen. Thomas Strasser jun. vom HC Motorsport wollte seinen VW Scirocco "nur" zu Testzwecken nach Problemen beim letzten Bergrennen an den Start bringen, er konnte sich mit fast einer Sekunde Vorsprung den Sieg sichern. Der Ford Escort Mk1 von MSC Flachgau-Pilot Nicolas Reiter dürfte nach dem Neuaufbau des Motors im Winter auch sehr gut funktionieren, was mit Rang zwei belohnt wurde. Rang drei war sehr umkämpft, mit 9 Hundertstelsekunden Vorsprung hatte Josef Rausch vom MSC Schlössl das bessere Ende für sich.

Mit Start der Klasse VIII trübte sich der Himmel wieder ein, es wurde nass und kalt. Traditionell stark bei diesen Witterungsverhältnissen präsentierten sich die Brüder Matthias und Sebastian Arbeiter vom MSC Flachgau, an die Zeiten, die Matthias Arbeiter mit dem Audi 90 Quattro verbuchte, kam kein Konkurrent mehr heran. Den Doppelsieg der Brüder verhinderte Georg Winter sen. auf Subaru WRX STi, wenn auch nur mit nicht ganz drei Zehntelsekunden Vorsprung auf Sebastian Arbeiter.

Ein sehr buntes Starterfeld konnten die wenigen verbliebenen Zuschauer in Klasse IX bestaunen. Das Drift Team Pongau war diesmal mit Platz eins und drei am Podest stark vertreten, die schnellste Linie fand Willi Oberauer auf seinem mit M-Power-Technik ausgestatteten BMW 323ti compact. Dass man auch mit der Hälfte an Hubraum an diese Zeiten herankommen kann bewies MSC Flachgau-Obmann Manfred Költringer mit seinem Ford Escort Mk1 TwinCam. Für Walter Bliem auf BMW M3 (E30) blieb nur noch der dritte Platz.

Die Pokale in der Damenklasse blieben beim Veranstalterverein HC Motorsport, Melanie Strasser siegte vor Schwester Katharina Strasser und Isabella Maletzky, allesamt in Klasse II.

Fotos zur Veranstaltung gibts in der Galerie, inoffizielle Videos zum Rennen findet ihr hier: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Onboard Werner Bauer (Klasse V)