Bericht 2. Lauf Schönau am Königssee, 5.6.2016

2016 scheint eine sehr fordernde Saison für die Wetterfrösche zu werden. Nach dem Aprilwetter beim Saisonauftakt hielt auch die zweite Station der Salzburger Landesmeisterschaft in Schönau am Königssee von Regen bis Sonnenschein alles für die Fahrer und Zuschauer bereit. Wie auch schon beim Saisonstart stellten sich 108 Starter der etwas veränderten Strecke, ein nach hinten versetzter Start brachte ein paar Meter mehr, die im letzten Jahr verbliebenen geparkten Autos haben sich nicht als sinnvolle Hindernisse erwiesen und wurden weggelassen.

Mit trockenem Wetter, aber noch feuchter Strecke wurden die Starter der Klasse I am Königssee empfangen. Dies hinderte Markus Zechmeister nicht daran, mit dem zweiten Sieg im zweiten Rennen einen ordentlichen Anspruch auf den Landesmeister 2016 anzumelden. Der Suzuki Swift GTi Pilot vom IMSC Ried distanzierte Peter Zlöbl auf VW Polo 16V um etwas mehr als drei Zehntelsekunden, der drittplatzierte Mario Preishuber hat sich über eineinhalb Sekunden mehr Zeit gelassen.

Gut besucht war die Klasse II auch in Schönau, ganz oben auf dem Treppchen war mit Fritz Kreiseder vom MSC Lochen ein Routinier auf seinem ebenso routinierten Ford Escort BDA zu finden. Eine Sekunde nahm er dem ersten Verfolger Christoph Furtner vom MSC Schlössl ab, mit Herbert Perwein vom MSC Gastein belegte noch ein weiterer Citroen Saxo - Pilot den dritten Platz.

Schön knapp und leider etwas durch das Wetter beeinflusst ging die Klasse III über die Bühne. Dreimal VW Golf II 16V und einmal Honda Integra Type R innerhalb einer Sekunde - da durfte gehörig um die Plätze gezittert werden. Robert Probst vom MSC Lochen konnte die Gunst der frühen Position in der Startreihenfolge nutzen und fünf nahezu trockene Läufe hinlegen. Dies brachte ihm den Sieg mit 12 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Honda - Pilot Andreas Maletzky vom HC Motorsport, der im letzten Lauf eine erheblich feuchtere Strecke unter den Reifen hatte. Ebenso ging es Josef Schober vom MSC Lochen, er holte sich wie im letzten Jahr Rang drei.

In der folgenden Startergruppe nahm der Regen stetig zu, dementsprechend wurde die Traktion der Boliden immer wichtiger und die Motorleistung eher unwichtig. Der Renault Clio RS Trophy von MSC Mühlbach - Pilot Christian Forster scheint bei Nässe gut zu funktionieren, er gewann die Klasse IVa mit über viereinhalb Sekunden Vorsprung auf die eng gestaffelten Verfolger. Mit ihm auf dem Treppchen stehen zwei Berchtesgadener Autohausinhaber, die auf zwei ihrer Neuwagen antraten. Ludwig Stockklausner stellte seinen Subaru Levorg GT auf Rang zwei, 17 Hunderstelsekunden später folgt Michael Czech auf Peugeot 308.

Die Fahrzeuge der Klasse IVb hatten am meisten mit dem Spagat wenig Grip - viel Leistung zu kämpfen. Die besten Zeiten gelangen dabei noch den Allradfahrzeugen, allen voran Thorsten und Philipp Suttrop auf ihrem Ford Focus RS, die sich Sieg und Platz zwei holten. Dem Grip des allradgetriebenen Focus war nichts entgegenzusetzen, Helmut Thalmayr vom MSC Schlössl hatte auf Rang drei schon fast 4 Sekunden Rückstand, sein Porsche 996 Turbo ist nicht das ideale Gefährt bei diesen Wetterbedingungen.

Nach der Mittagspause war die Klasse V bei nur 4 Startern schnell abgehandelt. Dabei fuhren die Vorjahresbesten in ihrer eigenen Liga, Hans Thalmayr vom MSC Schlössl konnte den Speed seines Puch TR II vom Saisonauftakt mitnehmen, er blieb 61 Hunderstelsekunden vor VW Polo - Pilot Gerhard Taxacher vom MSC Gasteig. Egon Andorfer ließ seinen Ford Escort ordentlich fliegen, trotz gehörigem Respektabstand von gut 10 Sekunden durfte er sich über Rang drei freuen.

Frontantrieb gegen Heckantrieb hieß das Duell in der Klasse VI, Honda CRX VTEC gegen Toyota Corolla AE86. Markus Bertl legte im zweiten Wertungslauf die beste Zeit des Tages bei nassen Bedingungen hin, das bedeutete für ihn den ersten Sieg in Klasse VI seit dem Auftaktrennen 2012, damals ex aequo mit Norbert Strasser junior. MSC Schlössl - Clubkollege Michael Strasser folgt auf Rang zwei mit etwas mehr als einer halben Sekunde Rückstand, dahinter ging es noch einmal maximal knapp zwischen den Doppelstartern der beiden Schnellsten her. Markus Adelsberger auf dem Honda legte vor, Norbert Strasser sen. setzte nach - mit der exakt gleichen Gesamtzeit geht Rang drei an beide Fahrer.

Es setzte sich auch in Klasse VII der Frontantrieb durch, Helmut Kahl von der SFG Trostberg fand mit seinem Renault Clio Williams die schnellste Linie und holte einen Vorsprung von 89 Hunderstelsekunden auf Josef Rausch mit dem ebenfalls frontgetriebenen Honda Civic heraus. Nicolas Reiter vom MSC Flachgau verpasste auf seinem Ford Escort Rang zwei um 8 Hunderstelsekunden, er musste sich mit Rang drei zufrieden geben.

Die Klasse VIII dominierte das Drift Team Pongau mit den Plätzen eins bis drei, Klassensieg und Tagessieg mit den spektakulärsten Drifteinlagen bescherte sich Georg Winter jun. auf Subaru WRX STi. Genau eine Sekunde dahinter durfte sich Georg Winter sen. über Rang zwei freuen, mit dem Mitsubishi Evo 8, gefahren von Stefan Promok, stand ein weiteres allradgetriebenes Turbomonster auf dem Stockerl.

Zwei Fahrer stellten sich dann zum Abschluss des Renntages noch in Klasse IX der Strecke, mit 99 Hunderstelsekunden Vorsprung siegte Andreas Hofmann auf seinem Renault Clio Williams Turbo vor Stefan Huetz vom ARBÖ Fieberbrunn auf seinem Kawasaki-befeuerten Mini.

Den zweiten Sieg durfte Melanie Strasser vom HC Motorsport in der Damenklasse verbuchen, gefolgt von Schwester und Doppelstarterin Katharina Strasser. In ihrem erst zweiten Rennen in der SLM konnte Lisa Holzer vom MSC Gastein mit ihrem VW Lupo genug Punkte einfahren um den Pokal für den dritten Platz in der Damenklasse in Empfang nehmen zu dürfen.

Bis auf die Klasse I wurde die komplette Veranstaltung im Bewegtbild festgehalten: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5
Zusätzlich lässt uns Helmut Kahl an seinem dritten Wertungslauf in Klasse VII teilhaben.