Bericht 5. Lauf Schlössl, 4.9.2016

Mit strahlendem Sonnenschein und perfekten, durchgängig trockenen Streckenbedingungen wurde ein Rekord-Teilnehmerfeld von 148 Startern beim Bergslalom in Schlößl empfangen. Die Fahrer aus Salzburg, Oberösterreich, Bayern, Tirol, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten konnten die über 1000 Zuschauer mit einer tollen Geräuschkulisse und Höchstgeschwindigkeiten über 160 km/h am Waldeingang verwöhnen - knappe Entscheidungen um die Platzierungen waren da vorprogrammiert. Den Organisatoren vom MSC Schlößl gelang eine fast reibungslose Veranstaltung, kleinere Ausrutscher seitens des einen oder anderen Fahrers konnten den Rennablauf nicht merklich stören.

Früh aufstehen ist 2016 wohl wieder "in", die Klasse I war so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Die Nordseite des Haunsbergs scheint Markus Zechmeister vom IMSC Ried besser zu liegen, als die Südseite vor zwei Wochen. Er siegte 35 Hundertstelsekunden vor seinem Club- und Markenkollegen Roland Wagner, Obertrum-Sieger Peter Zlöbl kam mit seinem VW Polo 16v erst über weitere zwei Sekunden später auf Rang drei ins Ziel.

In Klasse II wurden die Plätze von Obertrum getauscht, bei seinem Heimrennen war Florian Njivar nicht zu schlagen und verwies Herbert Perwein vom MSC Gastein auf Rang zwei. Für ein komplettes Citroën-Saxo-Podest sorgte Christoph Furtner, der sich Rang drei mit einem Rückstand unter einer Sekunde auf Clubkollegen Njivar holte.

Seinen Leistungsvorteil spielte der in Schlößl immer stark fahrende Sigi Panzl vom HC Motorsport aus, mit über 8 Zehntelsekunden Vorsprung stellte er seinen Honda Integra Type R ganz oben aufs Treppchen. Die weiteren Ränge waren schnell klar verteilt, Erwin Plattner vom MSC Lochen verteidigt die Führung in der Klassenwertung der Meisterschaft mit Rang zwei, für Clubkollege Robert Probst blieb nur der Pokal für den dritten Platz.

Gegen Harry Zwerschina auf seinem BMW M3 war in Klasse IVa kein Kraut gewachsen, der Pilot vom Drift Team Pongau distanzierte Franz Amann auf Ford Fiesta ST Turbo um gut zweieinhalb Sekunden. Das Podest komplettiert Adam Aczel auf einem BMW 330Ci.

Den zweiten Heimsieg an diesem Tage in Schlößl holte sich Routinier Helmut Thalmayr mit seinem Porsche 996 Turbo. Er lieferte sich in Klasse IVb ein packendes Duell mit Peter Klein vom MSC am Tegernsee, der mit seinem Porsche GT3 zwar den Tagessieg in der Division I holen konnte, aber weniger konstante Zeiten ablieferte. Nicht ganz eingreifen in das Duell konnte Klaus Limmer, die gefahrenen Zeiten mit seinem Opel Speedster Turbo reichten aber doch deutlich für Rang drei.

Motorsport auf höchstem Niveau wurde in Klasse V geboten, dabei gelang es Gerhard Taxacher zum zweiten Mal in Folge, alle Bergslaloms der Saison auf den Haunsberg zu gewinnen. Dies hat neben ihm nur noch Harry Zwerschina in Klasse IVa geschafft. MSC Schlößl-Rennleiter Hans Thalmayr ließ seinen Puch TR II auch ordentlich fliegen, mußte sich aber mit Platz zwei begnügen. Trotz Klassen-Topspeed am Waldeingang blieb für Martin Dall (auf Mazda RX-7) nur der dritte Platz.

Erfolgreich stellte sich Franz Roider vom MSC Lochen mit seinem Ford Fiesta XR2 den schnellen Piloten vom MSC Schlößl in Klasse VI entgegen. Er fand die schnellste Linie, Michael Strasser konnte sich nur den Pokal für den zweiten Platz abholen. Markus Bertl auf dem dritten Platz hatte dann schon über zwei Sekunden Rückstand auf den Klassensieger.

Ein mittlerweile seltener Gast in der SLM gab sich und uns in Klasse VII die Ehre, Thomas Strasser jun. brachte seinen VW Scirocco an den Start und mit zwei bis dahin schnellsten Zeiten als erster ins Ziel. Nicolas Reiter hielt den Rückstand mit seinem Ford Escort unter einer Sekunde und darf sich über Platz zwei freuen. Mit gut drei Sekunden Rückstand auf den Sieger fuhr Helmut Kahl mit seinem Renault Clio Williams einen sicheren dritten Platz ein.

Lange war die Autoschlange in Klasse VIII, 32 Starter ließen die Turbos und Kompressoren pfeifen. Nicht zu schlagen war an diesem Tag ein Gaststarter aus dem steirischen Bergrallyecup, Markus Binder vom MSC Gossendorf markierte mit seinem Ford Escort Cosworth die Tagesbestzeit und den Klassensieg. Rang zwei ging nach Tirol an Richard Kröll vom MC Kundl, das Drift Team Pongau darf mit Josef Gruber auf dem dritten Platz noch einen Pokal für sich verbuchen.

15 Starter kämpften abschließend in Klasse IX noch ums Stockerl. Seine bestens funktionierende Lotus Elise mit Audi-V8 präsentierte Andreas Brandl dem Publikum, mit tollem Sound fuhr er zum Sieg. Einen Hunderstelkrimi lieferten sich dahinter Gerold Neumayr (MSC Schlößl) auf Ford Escort Cosworth und Friedl Kröll (MSC Aschau im Zillertal) auf Subaru XT Turbo, letztendlich entschieden zwei Hunderstelsekunden zugunsten des Ford-Piloten.

Das HC-Motorsport-Schwestern-Duell Melanie gegen Katharina Strasser prägte den Ausgang der Damenklasse, Katharina konnte 25 Hunderstelpunkte mehr aus Klasse II mitnehmen als Melanie und durfte sich über den Sieg freuen. Gut zwei Punkte weniger fuhr Claudia Wana vom IMSC Ried in Klasse I heraus und landete somit auf dem dritten Platz.

Es wurde fleißig fotografiert und gefilmt: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Onboard Harry Zwerschina (Klasse IVa), Onboard Stefan Promok (Klasse VIII), Onboard Willi Oberauer (Klasse IX), Onboard Josef Gruber (Schößler Hillclimb Champ)