Bericht Saisonabschluss Wildenau, 9.10.2016

Nach einigen witterungstechnisch fordernden Veranstaltungen in der Saison 2016 fand der Saisonabschluss in Wildenau unter sehr versöhnlichen Bedingungen statt. Trockenes, aber kühles Herbstwetter und ein flüssig gesteckter Kurs zogen 92 Starter aus Salzburg, Oberösterreich, Bayern und Tirol an, die zu einem guten Teil noch um bessere Platzierungen beziehungsweise Klassensieger- und Landesmeistertitel fuhren.

Die vielzitierte "G'mahde Wies'n" stellte in Klasse I das Heimrennen für Lokalmatador Markus Zechmeister dar. Er holte mit seinem Suzuki Swift GTi den siebten Sieg im achten Rennen, sein Landesmeistertitel stand davor schon fest. Mit zwei Sekunden Rückstand landete Clubkollege Mario Preishuber auf dem zweiten Platz, nicht ganz eine Sekunde später kam Peter Zlöbl (VW Polo 16V) auf Rang drei ins Ziel.

Fritz Kreiseder vom MSC Lochen konnte in Klasse II die Saxo-Meute durchbrechen und nach dem zweiten Platz 2015 diesmal mit seinem Ford Escort RS1600 den Sieg in Wildenau holen. Der schnellste Citroën Saxo wurde von Herbert Perwein (MSC Gastein) pilotiert, es folgte Florian Njivar vom MSC Schlössl auf dem dritten Platz.

Den zweiten Klassensieg für den MSC Lochen brachte die Klasse III. Vorjahressieger Erwin Plattner behielt mit seinem VW Golf II GTI auch in diesem Jahr die Oberhand, trotz schnellerer Einzelzeit blieb für Norbert Forster auf Renault Clio Williams nur der zweite Platz. Rang drei ging durch Josef Schober auch an den MSC Lochen.

Zweieinhalb Jahre ist es her, dass eine Dame in der SLM eine Klasse gewinnen konnte - in der Klasse IVa in Wildenau war es wieder so weit. Die Tirolerin Olivia Linser - ausgerechnet auf einem Opel Adam S - legte drei schnelle und fehlerfreie Wertungsläufe hin und konnte ihren Doppelstarter Alexander Seethaler um über 4 Sekunden distanzieren. Stefan Lechner hatte mit dem Kurs seine liebe Mühe, darf sich aber dennoch über Platz drei freuen.

Konstant schnelle Zeiten in Klasse IVb wurden mit dem ersten Sieg für Franz Linortner in seiner SLM-Karriere belohnt. Der Fahrer vom Drift Team Pongau konnte mit seinem BMW M135i 35 Hundertstelsekunden Vorsprung auf Peter Klein vom MSC am Tegernsee herausfahren. Dessen Porsche 911 GT3 ermöglichte zwar schnellere Einzelzeiten, nach einem Torfehler im zweiten Wertungslauf musste er es im dritten Wertungslauf langsamer angehen, um nicht vom Podest verdrängt zu werden. Eine tolle Saison schließt Philipp Suttrop mit Rang drei in Wildenau ab - mit diesem Ergebnis konnte er noch auf Platz eins der Klassengesamtwertung klettern.

Um den Klassengesamtsieg ging es auch noch in Klasse V zwischen Gerhard Taxacher vom MSC Gasteig und Hans Thalmayr vom MSC Schlössl. Puch-Pilot Thalmayr nützte seinen Breitenvorteil und schrieb Zeiten an, die nicht zu unterbieten waren. Über zwei Sekunden Vorsprung reichten dann für ihn auch, um in der Klassengesamtwertung an Gerhard Taxacher vorbeizuziehen. Hinter dem VW-Polo-Piloten vom MSC Gasteig durfte Roland Bauer vom MSC Röhrnbach über den dritten Platz jubeln.

Mit einem ungefährdeten Sieg in Klasse VI fixierte Michael Strasser den Landesmeistertitel in der Division II. Über zwei Sekunden Vorsprung holte der Fahrer vom MSC Schlössl auf seinen Vater und Doppelstarter Norbert Strasser sen. heraus. Trotz eines in die Wertung mitgenommenen Torfehlers reichten die von Markus Bertl auf Honda CRX VTEC gefahrenen Zeiten für Rang drei.

Ein Sieg mit über zwei Sekunden Vorsprung kam in Klasse VII nicht aus der Mode. Auch wenn der Landesmeistertitel nicht mehr zu holen war ließ Nicolas Reiter seinen Ford Escort ordentlich fliegen, ihm gelang auch die Tagesbestzeit. Keine Angst vor der Handbremse bewies Helmut Kahl von der SFG Trostberg auf Rang zwei, der seinen frontgetriebenen Renault Clio Williams sehr dynamisch um die Kehre warf. Mit drei soliden Wertungsläufen stellte Josef Rausch vom MSC Schlössl seinen Honda Civic auf den dritten Platz.

SLM-Premierensieg Nummer drei in Wildenau brachte die Klasse VIII, hier war der Tiroler Stefan Hetzenauer auf Subaru Impreza nicht zu schlagen. Zwei schnelle Läufe gleich zu Beginn der Wertung, schon waren 7 Zehntelsekunden Vorsprung auf Herbert Perwein herausgefahren. Der Pilot vom MSC Gastein behauptete mit seinem heckgetriebenen Käfer den zweiten Platz in einem Großteils allradgetriebenen Starterfeld. Dazu zählte auch der von Matthias Arbeiter pilotierte Audi 90 Quattro, mit weiteren 4 Zehntelsekunden Rückstand durfte der Fahrer vom MSC Flachgau den dritten Platz für sich verbuchen.

In Klasse IX wurden die Vorteile kleinerer Rennwagen nochmals augenscheinlich, um den Sieg ging es zudem zwischen den am stärksten modifizierten Fahrzeugen. 11 Hundertstelsekunden entschieden zugunsten von Stefan Huetz in seinem auf Heckantrieb umgebauten Mini. Für den zweiten Platz hat ein Motor wohl nicht gereicht, Christian Kellermayr holte sich diesen mit seinem Fiat Uno Turbo in Doppelmotor-Konfiguration. Andreas Hofmann komplettiert das Siegertrio auf seinem Renault Clio Williams Turbo.

Die Damenwertung ging klar an Olivia Linser, der Titel Landesmeisterin war Melanie Strasser vom HC Motorsport trotz "nur" zweitem Platz aber nicht mehr zu nehmen. Mitfeiern durfte noch Lokalmatadorin Claudia Wana auf dem dritten Platz.

Inoffizielle Videos sind hier zu finden: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4.