Saisonrückblick 2016

Die letzte karierte Flagge ist gefallen, wir dürfen auf eine turbulente Saison 2016 zurückblicken.
Leider mussten von den 10 geplanten Veranstaltungen zwei abgesagt werden, die ausgetragenen Rennen darf man aber durchgängig als große Erfolge verzeichnen. Einen neuen absoluten Teilnehmerrekord gab es beim Bergslalom in Schlößl, es konnten 148 Starter in die SLM Wertung gebracht und danach noch der Schlößler Hillclimb Champ ausgetragen werden. Regen Zuspruch erhielten auch die beiden neuen Veranstaltungen des HC Motorsport in Bergheim/Siggerwiesen und des MSC Lochen in Auerbach/Höring, wenn nichts mehr schief geht müssten wir uns auch 2017 wieder auf beide Rennen freuen dürfen. Wechselnde Wetterbedingungen hielten die Fahrer 2016 auf Trab, so mancher Regenschauer sorgte für Diskussionen. Dafür konnten einige Veranstaltungen (z.B. der Cup-Slalom in Berndorf und der Bergslalom in Schlössl) bei bestem Wetter genossen werden, die in den letzten Jahren oftmals verregnet wurden.

Nicht viele Gedanken über das Wetter brauchte sich Markus Zechmeister, der neue Landesmeister der Division I machen - zum Start seiner Klasse I war es meist kühl bis kalt. 7 von 8 Rennen konnte der Fahrer vom IMSC Ried durch perfekte Beherrschung seines Suzuki Swift GTi für sich entscheiden, dies reichte für den Gesamtsieg mit über 4 Punkten Vorsprung. Der Lohn für sehr konstante Ergebnisse in Klasse III war der zweite Gesamtrang und somit der Vizelandesmeistertitel für Erwin Plattner in seiner ersten kompletten Saison mit dem VW Golf II GTI 16V. Drei Rennen konnte der Fahrer des MSC Lochen als Sieger beenden, ließ sich aber nie mehr als eineinhalb Punkte zurückfallen. Um die weiteren drei Plätze ritterte die Citroën-Saxo-Meute aus Klasse II - stets enge Abstände sorgten für Spannung bei den Zuschauern und Fahrern. Mit drei Siegen kristallisierte sich Christoph Furtner vom MSC Schlößl als der erfolgreichste Saxo-Pilot heraus, Klassensieg und Gesamtrang 3 krönten seine bisher erfolgreichste Saison. Zwei Einzelsiege (der erste gemeinsam mit Clubkollege Furtner) konnte Florian Njivar, der Klassensieger 2015, für sich verbuchen, trotz weiterer guter Ergebnisse musste er sich 2016 in der Klasse II geschlagen geben. In der Gesamtwertung ist er 2016 auf Rang 4 zu finden, er verbesserte sich um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Der Dritte in der Klasse II war normalerweise im Rotrex-geladenen VW Käfer in der Division II unterwegs, bewiesenermaßen kam Herbert Perwein vom MSC Gastein auch mit dem Citroën Saxo VTS sehr gut zurecht. Er konnte die Regenlotterie in Obertrum für sich entscheiden und darf sich über das Preisgeld für den fünften Gesamtrang freuen. Ein weiterer Fahrer hat in seiner ersten vollständigen Saison den Klassengesamtsieg geholt, es gelang dies Philipp Suttrop auf Ford Focus RS in der Klasse IVb. Mit einem Sieg (Platzslalom Wagrain) und konstant hohen Wertungen setzte er sich gegen die Konkurrenz durch und bewies Nervenstärke, da er sich erst im Abschlussrennen vom zweiten auf den ersten Platz in der Klasse vorschob und damit auch den sechsten Gesamtrang fixierte. Peter Zlöbl rutschte im Vergleich zum Vorjahr vom vierten auf den siebten Gesamtrang ab, dennoch muss man ihm eine sehr gute Saisonleistung attestieren. Beim Bergslalom in Obertrum konnte er den neuen Landesmeister Zechmeister besiegen, auch in den restlichen Rennen war er mit seinem VW Polo 16V (6N) oft an ihm dran. Das Preisgeld für den achten Gesamtrang ging an ein bereits prämiertes Auto, Thorsten Suttrop pilotierte als Doppelstarter den selben Ford Focus RS wie Philipp Suttrop. Der Inhaber des gleichnamigen Ford-Autohauses in Altötting war der Klassenschnellste beim Platzslalom in Schönau am Königssee, die weiteren Ergebnisse ließen ihn über den zweiten Platz in der Klassengesamtwertung jubeln.

Die Entscheidung um den Landesmeistertitel der Division II fiel erst im letzten Lauf der Saison, und auch dann weitaus knapper als in Division I. Norbert Strasser jun., der Landesmeister 2015, hat ja schon nach einem spektakulären Motorschaden in der ersten Veranstaltung der Saison die Titelverteidigung aufgegeben. Sein Bruder Michael Strasser blieb auch nicht von technischen Defekten verschont, der Ausfall durch eine gebrochene Antriebswelle an seinem Toyota Corolla (AE86) in Berndorf blieb aber sein Einziger. Fünf Siege und keine Wertung unter 100 Punkte zeigten eindrucksvoll die fahrerische Klasse, damit durfte er mit seinen Clubkollegen vom MSC Schlößl seinen ersten Landesmeistertitel feiern. Auch die Konkurrenz fuhr auf höchstem Niveau, den Vizelandesmeister 2016 stellte der MSC Flachgau mit Nicolas Reiter. Er stand ebenfalls fünf Mal ganz oben auf dem Treppchen, zwei Wertungen knapp unter 100 Punkte machten aber doch den Unterschied. Seine Klasse VII gewann der Ford-Escort-Pilot dennoch mit Abstand. Die Entscheidung um den dritten Gesamtrang fiel auf den letzten Drücker zwischen den beiden Klasse-V-Piloten Gerhard Taxacher auf VW Polo 16V und Hans Thalmayr auf Puch TR II. Mit einem Punkterückstand in die letzte Veranstaltung gestartet legte der MSC-Schlößl-Obmann Thalmayr sofort richtig schnelle Zeiten hin, die Gerhard Taxacher vom MSC Gasteig mit hohem Risiko zu kontern versuchte. Ein Wertungslauf gelang nicht schnell, beim Nächsten passierte ein Torfehler, schon war der Vorsprung weg. Hans Thalmayr glich damit in Siegen aus, darf sich aber aufgrund besserer restlicher Wertungen über den dritten Gesamtrang freuen. Gerhard Taxacher klassierte sich wie im letzten Jahr auf Rang 4 der Gesamtwertung. Norbert Strasser sen. verbesserte sich um drei Plätze in der Gesamtwertung und fand sich auf Rang 5 wieder. In Klasse VIII hat sich jeder Starter mindestens einen mehr oder weniger großen Schnitzer in der Wertung geleistet, für den Klassensieger Stefan Promok vom Drift Team Pongau reichten drei Saisonsiege für Gesamtrang 6. Knapp hinter dem Mitsubishi-Evo-8-Pilot Promok reihte sich Klassenkollege Matthias Arbeiter vom MSC Flachgau auf Rang 7 ein. Er gewann mit seinem leistungsmäßig unterlegenen Audi 90 Quattro das Auftaktrennen und ließ sich auch im Laufe der Meisterschaft nicht abschütteln. Für die letzte Prämie qualifizierte sich Willi Oberauer, der sehr spektakulär seinen mit M3-Motor ausgestatteten BMW 3er Compact in Klasse IX durch die Tore manöverierte. Der Sieg beim Auftaktrennen brachte ihm den Klassensieg und den achten Platz in der Gesamtwertung ein.

Die großen Erfolge des letzten Jahres bei den Zuschauern konnten wiederholt werden, mehrfach wurden mehr als 1000 Motorsportbegeisterte angezogen, ein herzliches Dankeschön!
Wir wünschen allen Fahrern und Funktionären eine erholsame Winterpause und einen guten Start in die Saison 2017!